Frohe Ostern

Osterbräuche


Liebeswerbung

Ein Mann, der um die Liebe eines Mädchens warb, musste am zweiten Ostertag mit einem Fläschchen Schnaps am Fenster seiner Auserwählten erscheinen. Wenn sie ihm gewogen war, dann unterhielt sie sich mit ihm und überreichte ihm zwölf hübsch verzierte Eier, sofern sie seine Werbung akzeptierte.


Osterfeuer

Diese Sitte, an Ostern auf Bergen oder an Flüssen hohe Scheiterhaufen zu errichten und sie zu einem riesigen Feuer anzuzünden, hat sich bis in unser Jahrhundert in Niedersachsen, im nördlichen Rheinland, in den Niederlanden, in Hamburg und bis nach Dänemark erhalten. Das Abbrennen dieser österlichen Scheiterhaufen wird als Brauch geschildert, an dem sich das ganze Dorf beteiligt.

Man konnte das Holz für das Osterfeuer im Wald sammeln oder erbetteln. Als glückbringend jedoch galt es, das Holz zu stehlen. Wurde man dabei erwischt, konnte man nicht bestraft werden, denn ein gewohnheitsmäßiges Stehlrecht für Osterfeuerholz verbot es, die „Diebe“ dafür zu belangen.

Die in den Osternächten weit ins Land leuchtenden Feuer wurden als Abbilder der Sonne verstanden. Außerdem schrieb man dem Feuer als Abbild der Sonne starke Abwehrkräfte zu: Alles Schädliche sollte von der menschlichen Gemeinschaft ferngehalten werden.


Osterwasser

Als Osterwasser bezeichnet man das Wasser aus Quellen, Bächen oder strömenden Flüssen. Nie aus stehenden Gewässern. Junge Mädchen mussten in der Nacht zum Ostersonntag oder auch ganz früh morgens am Ostersonntag dieses Wasser schweigend gegen den Strom schöpfen. Nirgends wird ausdrücklich erwähnt, dass der Personenkreis nur auf junge Mädchen beschränkt ist. Aber die Verbindung des als rein geltenden Osterwassers und jungen Mädchen oder Jungfrauen scheint als besonders segensreich gegolten zu haben.

Aus Ostpreußen wird berichtet, dass man alle Leute denen man Glück wünschen wollte, am Ostermorgen mit Osterwasser bespritzen durfte.


Ostereier

Das bekannteste Ostersymbol ist heute zweifellos das bunt gefärbte Osterei. Gefärbte Hühnereier sind bereits vorchristlich zum Beispiel durch Funde in Griechenland (ca. 500 – 200 v. Chr.) und einfarbige Gänseeier als Grabbeigabe in einem römisch-germanischen Gräberfeld bei Worms aus dem 4. Jahrhundert nach Christus belegt. Das Ei galt hier vermutlich als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits und zugleich auch als Lebenssymbol.


Wer bringt die Ostereier?

Im 17. Jahrhundert kam das Ostereier-Schenken immer mehr in Mode und es wurde den Eltern überlassen den Kindern zu sagen, wer denn diese farbenfrohen Eier gebracht hätte:

  • der Hahn: z.B., in Westböhmen, Oberbayern, Österreich
  • der Kuckuck: z.B. in der Schweiz, in Siebenbürgen
  • der Palmesel: in Fulda
  • der Hase als Eierbringer ist zunächst nur im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein verbreitet.


Eier werden zur Geschichte

Spitzenprodukte an künstlerischer und handwerklicher Gestaltung bildeten bemalte Eier oder Nachbildungen aus Edelmetallen und anderen Materialien, derer sich feine Leute und Herrscher seit dem 17. Jahrhundert bedienten um sich zu beschenken. Vielfältige Berichte gibt es hierzu über die Eier am französischen Hof. Ludwig XV. ließ Ostereier von bekannten zeitgenössischen Malern bemalen. Die Hofjuweliere schufen Kostbarkeiten aus Silber, Gold und Glas.

Den russischen Hofjuwelier Fabergé regten sie an, seine berühmten Eier für die Zarenfamilie zu schaffen. Das erste dieser Art überreichte er der Zarin 1884. Es bestand aus Gold, undurchsichtig weiß emailliert. Öffnete man es, erschien ein Dotter aus Gold. Darin verbarg sich ein goldenes Küken, in dem Küken eine kleine Zarenkrone und in der Krone hing ein winziger, eiförmiger Rubin. Jedes Jahr schuf Fabergé ein anderes Ei.


    Unterm Baum im grünen Gras
    Sitzt ein kleiner Osterhas'!
    Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
    Macht ein Männchen, guckt hervor.
    Springt dann fort mit einem Satz
    Und ein kleiner frecher Spatz
    Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
    Und was ist's? Ein Osterei!

    ( Volksgut )


Quelle:

    Ostereier – Osterbräuche, Vom Symbol des Lebens zum Konsumartikel
    Rüdiger Vossen, Antje Kelm, Katharina Dietze


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