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Von der Finanzkrise zur Wirtschaftskrise -
Welche Auswirkungen ergeben sich für den Immobilienmarkt?

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Hintergrundinformationen zu den Themen:

Von der Finanzkrise zur Wirtschaftskrise -
Welche Auswirkungen ergeben sich für den Immobilienmarkt?

Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung von Dipl.-Kfm. Bernd Schmidt

Ende 2008 erschütterte eine gewaltige Finanzkrise die Weltmärkte. Alteingesessene Investmentbanken standen vor dem Ruin. Die Börsenkurse gingen rapide nach unten. Selbst deutsche Großbanken mussten sich teilweise durch Staatsbeteiligungen vor den Folgen der Krise schützen. Doch dies war erst der Anfang.

In der Folgezeit kam eine weltweite Wirtschaftskrise hinzu. Einst pulsierende Märkte wie China oder Indien erleben nach Jahren des Aufschwungs zum ersten mal Abschwung, Rezession und Arbeitslosigkeit. Die Energiepreise, vor allem Rohöl und Erdgas fielen aufgrund der geringeren Weltwirtschaftsproduktion auf Niedrigstwerte. Auch hierzulande wird immer mehr über die Krise in der Wirtschaft gesprochen. Angefangen von anstehender Kurzarbeit bis hin zur Schließung großer Konzerne.

Meiner Meinung nach gibt es eine Reihe von Gründen für den weltweiten wirtschaftlichen Abschwung außer der Finanzkrise. Doch dies soll hier nun nicht das Thema sein. Blicken wir nicht in die Vergangenheit und auf die Ursachen sondern vielmehr auf die Folgen und damit in die Zukunft.

Welche Auswirkungen ergeben sich für den regionalen Immobilienmarkt?

Einige Auswirkungen sind schon spürbar. Das Zinsniveau ist hierzulande extrem gesunken. Die Darlehenszinsen sind günstig wie nie zuvor. Der Erwerb von Immobilien ist gegenwärtig so günstig wie noch nie. Zitat eines Kunden: “Wer jetzt nicht kauft ist selber schuld!”

Ein altes Sprichwort besagt: Auf Regen folgt Sonnenschein. Die Geschichte lehrt uns, dass jeder Rezession eine Phase des Aufschwungs folgte mit anschließender Hochkonjunktur. Wie wird sich dies auf den Immobilienmarkt auswirken?

Zuerst werden die Zinsen wieder steigen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich wenn man berücksichtigt, dass der Staat derzeit so viel Schulden macht wie seit langem nicht mehr. Der Bedarf an Geld und Darlehen ist immens hoch. Dies wird unweigerlich dazu führen, dass diejenigen, die Geld anbieten, in erster Linie also die Banken, über kurz oder lang den Preis für Geld anheben werden. Und dieser Preis ist letztendlich der Zins. Da derzeit weltweit nahezu alle Staaten die gleiche Politik verfolgen, wird bei den ersten Anzeichen von Aufschwung eine gewaltige Nachfrage nach Kapital ausgelöst. Der Zins wird steigen. Darlehen werden wieder teurer.

Eine andere Folge ist eine durch die Krise ausgelöste Änderung des Bewusstseins darüber, welches die sichersten Anlageformen sind. In Zeiten des Aufschwungs stand immer eine hohe Rendite im Vordergrund. Diese wurde leider all zu oft durch unkalkulierbare Risiken erkauft, wie das Beispiel Investmentfonds, Aktien, Zertifikate, Hedgefonds etc. gezeigt hat. Hier wurde viel, sehr viel Vermögen vernichtet. Anstelle einer hohen Rendite gab es viel zu oft riesige Verluste.

Wer etwas genauer hinsieht, stellt fest, dass lediglich die klassischen Anlageformen, zu denen vor allem Immobilien gehören, hierzulande krisenfest im Wert stabil geblieben sind. Es sollte auch zu denken geben, warum vor allem ausländische Investoren schon seit Jahren den Bestand an Immobilien in Deutschland nach und nach aufkaufen. Deutsche Städte und Kommunen haben sich in den letzten Jahren von zahlreichen kommunalen Wohnungen getrennt, in dem sie diese an ausländische Investoren verkauft haben. Die Käufer geben stets als Grund für Ihr Interesse zu erwartende Wertsteigerungen aufgrund der unterbewerteten Immobilien in Deutschland im internationalen Vergleich an.

Aus welchen Gründen auch immer, Finanz- und Wirtschaftskrise haben einmal mehr bewiesen, dass Immobilien als Anlageform nicht nur krisenfest sind sondern in erheblichem Maße zur Vermögenssicherung beitragen.

Welche Schlüsse müssten künftige Anleger und Eigennutzer nun daraus ziehen?

  • Erstens: Immobilienvermögen hierzulande haben praktisch nicht an Wert verloren, ganz im Gegensatz zu Zertifikaten, Fonds oder dergleichen.
  • Zweitens: Das derzeit traumhafte Zinsniveau macht das Finanzieren so günstig wie nie zuvor.
  • Drittens: Die Krisen haben der Nachfrage nach Immobilien nichts anhaben können. Und dies ganz ohne staatliche Eingriffe wie Abwrackprämien etc.

Außerdem sind folgende krisenunabhängige Trends am Markt erkennbar:

  • Die Preise für Immobilien sind derzeit stabil und noch überschaubar.
  • Die Mieten für Wohnraum sind in den letzten Monaten verhältnismäßig kräftig gestiegen. Vor allem in Ballungsräumen ist die Tendenz weiter steigend. Wohnen wird also teurer werden.

Fazit:
Die Finanzkrise hat dafür gesorgt, dass die Zinsen rekordverdächtig niedrig sind. Gut für Immobilienkäufer.
Immobilien haben sich erneut als wohl krisenfesteste Anlageform erwiesen. Wie schon oft in der Geschichte.
Die Wirtschaftskrise sorgt zwar dafür, dass Arbeitsplätze an manchen Stellen abgebaut werden müssen, doch wird dies, wie die Geschichte zeigt, sich auch wieder ändern. Und ein Ende der Krise wird wieder zu mehr Beschäftigung führen.
Doch ob das Zinsniveau dann immer noch so niedrig sein wird?
Wer immer die Absicht hat, in die eigenen 4 Wände zu investieren, der sollte es jetzt tun.
Und wer sein Geld zukünftig möglichst krisenfest anlegen will, der sollte sich darauf zurück besinnen, was schon vor Jahrzehnten die sicherste Anlageform war: Ein Vermögen in Immobilien. Denn ein Dach über dem Kopf braucht heute wie damals jeder!

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Sie kennen ja bestimmt die alte Weisheit:

“Wann ist der beste Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie?”

Antwort:

“Gestern!”

 

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*Abschließende Hinweise:
Diese Betrachtung erhebt nicht den Anspruch auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit. Sie soll lediglich dem Leser einen kleinen Einblick in die Materie geben und ihn dazu anregen, sich bei Bedarf näher zu informieren. Für genauere Informationen, insbesondere eine Berücksichtigung der persönlichen Situation, empfehlen wir, ein Mitglied der steuerberatenden Berufe zu konsultieren. Auch bei den Finanzämtern können Sie diesbezüglich weitere Auskünfte erhalten. Bei der o.g. Darstellung handelt es sich um die uns vorliegenden Informationen ohne Gewähr für deren Richtigkeit. Maßgebend für Gesetzesänderungen sind die amtlichen Veröffentlichungen der Gesetzestexte im Bundesgesetzblatt bzw. im Bundessteuerblatt. Irrtum vorbehalten!

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